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Chinas Minister für Wissenschaft und Technologie besucht seine Alma Mater


Eine bedeutende Veranstaltung in ihrer mehr als 240-jährigen Geschichte steht der TU Clausthal bevor: Im Rahmen seines Deutschland-Besuchs weilt der Minister für Wissenschaft und Technologie der Volksrepublik China, Professor Wan Gang, für zwei Tage im Harz. Höhepunkte bilden der Festakt, in dem der weltweit geschätzte Wissenschaftsexperte am 10. April zum Honorarprofessor bestellt wird, und dessen Antrittsvorlesung tags darauf. Chinas Forschungsminister Wan Gang hält am Montag, 11. April, um 8 Uhr im Audimax seine Antrittsvorlesung als Honorarprofessor der TU Clausthal. Studierende sind willkommen. Foto: Archiv

Chinas Forschungsminister Wan Gang hält am Montag, 11. April, um 8 Uhr im Audimax seine Antrittsvorlesung als Honorarprofessor der TU Clausthal. Studierende sind willkommen. Foto: Archiv
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„Es herrscht große Vorfreude auf das Kommen des Ministers, unseres Freundes Professor Wan Gang. In Anerkennung der besonderen fachlichen und menschlichen Verbundenheit mit der TU Clausthal hat die Universität beschlossen, ihn zum Honorarprofessor zu bestellen”, sagt TU-Präsident Professor Thomas Hanschke. Seit mehreren Jahrzehnten unterhält die Clausthaler Universität beste Beziehungen ins Reich der Mitte. Etwa 500 der insgesamt rund 5000 Studierenden der TU kommen aus China, und insbesondere in den Bereichen Energieforschung, Materialtechnik und Industrie 4.0 bestehen erfolgreiche bilaterale Kooperationen. Im Besuch des Forschungsministers und seiner Delegation erfahre diese intensive Partnerschaft höchste Wertschätzung, so Hanschke.

Einst Doktorand am Institut für Maschinenwesen

Wan Gang, geboren 1952 in Shanghai, war von 1985 bis 1991 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Clausthaler Institut für Maschinenwesen beschäftigt. Den Doktorgrad erlangte der Automobil-Ingenieur mit einer Dissertation auf dem Gebiet der Antriebstechnik. Danach war er ein Jahrzehnt in der Forschung und Entwicklung der Audi AG tätig. Den Kontakt zur TU hielt er derweil als Lehrbeauftragter. 2001 ging Wan Gang zurück nach China und führte unter anderem die renommierte Tongji-Universität als Präsident, bevor er 2007 zum Minister ernannt wurde.

Die Brücke zu seiner Alma Mater blieb stets bestehen. So besuchte Wan Gang 2005 die TU Clausthal und erhielt durch den damaligen Ministerpräsidenten Christian Wulff das Niedersächsische Verdienstkreuz am Bande. Mehrfach reisten in der Folge Delegation aus Niedersachsen unter Führung des jeweiligen Landeschefs nach China. Ob unter Wulff, David McAllister oder Stephan Weil: Als TU-Präsident war Professor Hanschke immer dabei und verfestigte die Beziehung zu Wan Gang. Als im vergangenen Sommer in Peking der „Verein Chinesischer Alumni der TU Clausthal” gegründet wurde, übernahm Wan Gang die Schirmherrschaft.

TU deutschlandweit beispielgebend

Die TU Clausthal steht hierzulande beispielhaft für eine gelungene deutsch-chinesische Kooperation. Dieses Thema wird sich als zentraler Aspekt im Festakt am 10. April wiederfinden. Innerhalb einer moderierten Podiumsdiskussion sprechen darüber Niedersachsens Finanzminister Peter-Jürgen Schneider, der Staatssekretär des Bundesforschungsministeriums Dr. Georg Schütte, Professor Dong Qi aus der chinesischen Botschaft in Berlin sowie Professor Wan Gang und Professor Hanschke. Musikalisch umrahmt wird das Event – mehr als 250 geladene Gäste werden in der Aula erwartet – unter anderem von Jieni Wan. Die Pianistin ist die Tochter des Forschungsministers. Einen Fachvortrag hält Dr. Harald Ludanek, Entwicklungsvorstand der Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge.

Am Montag, 11. April, wird Professor Wan Gang dann selbst über ein Thema aus der Automobilbranche sprechen. In seiner einstündigen Antrittsvorlesung (8 Uhr, Audimax), zu der Studierende willkommen sind, geht es um Elektromobilität. Passend dazu wird die chinesische Delegation im Anschluss in einem Konvoi mehrerer E-Fahrzeuge vom Uni-Hauptgebäude zum EnergieCampus der TU Clausthal in Goslar weiterfahren. „Nach einem Rundgang dort setzt der Minister seinen Deutschland-Besuch Richtung Leipzig und Berlin fort”, erläutert Professor Michael Z. Hou, der China-Beauftragte der Clausthaler Hochschule.









Nachrichtenalter: 05.04.2016 16:07
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